Kemper System
Ihr Partner für professionelle Abdichtungs- und Beschichtungssysteme

Das Thema:
Kostenlos und umweltfreundlich – Wind ist einer der regenerativen Energielieferanten, die in Form des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) in Deutschland gefördert werden. 2005 wurden hierzulande 26.500 GWh Strom aus Windenergie produziert (= 4,3 %  des Nettostromverbrauchs). Damit wurde die Wasserkraft überrundet, die bis dato der meistgenutzte erneuerbare Energielieferant war. Die Bundesrepublik ist weltweit Spitzenreiter unter den Nutzern der nachhaltigen Windkraftenergie. Der in den vergangenen Jahren neu entwickelte Industriezweig ist zudem führend im Technologieexport.

Die Aufgabe:
Windkraftanlagen haben Schwachpunkte, die langzeitsicher abgedichtet werden müssen. Dazu gehören Fugen und Betonsockel. Zwar ist der eingesetzte WU Beton wasserundurchlässig, allerdings ist der Fugenbereich durch Frost- / Tauwechselwirkungen, Bewegungen und Vibrationen stark beansprucht. Aufgrund dessen kommt es zu Rissen und Abplatzungen im Beton. Unterläufig eindringende Feuchtigkeit  stellt eine Bedrohung für die teure Technik dar.

Die Verarbeitung:
In den vergangenen Monaten wurden europaweit mehr als 100 Windkraftanlagen mit KEMPEROL abgedichtet. Da sich das Material aufgrund der flüssigen Verarbeitung jeder Untergrundform anpasst, ist es hervorragend geeignet für den Einsatz auf runden Turmsockeln. Vor den eigentlichen Abdichtungsarbeiten muss zunächst der Betonuntergrund instandgesetzt und der trockene, saubere Untergrund sandgestrahlt oder abgeschliffen werden, um einen haftfähigen Untergrund sicherzustellen. Anschließend erfolgt eine Grundierung, bevor die vliesarmierte Flüssigabdichtung aufgetragen wird. Bei der Fugenabdichtung wird generell mit Schlaufe gearbeitet.

Anforderungen:
Im Diskurs mit Betreibergesellschaften wurde die Anforderung an KEMPER SYSTEM gestellt, ein System zu liefern, das „komplett auf der Sockeloberfläche – vom lackierten Stahlmast über die Dehnfuge bis hinunter auf den Fundamentkörper – aufgetragen werden kann“. (Je nach Bautyp der Windräder befindet sich der Sockel im Fundamentbereich oder in sechs bis acht Metern Höhe.) Ausgehend von einer mind. Bauteillebensdauer von 20 Jahren soll das Abdichtungssystem folgende Anforderungen erfüllen:

  • Überbrückung statischer Rissweiten bis ca. 0,6 mm
  • Überbrückung dynamischer Rissweitenänderung mindestens
    + 0,5 / – 0,2 mm
  • Rissdynamik 7 Mio. Lastwechsel pro Jahr mit einer Rissöffnung
    von 0 bis 70 μm
  • Witterungs- und UV-Beständigkeit
  • Durchwurzelungsfest
  • Kurzfristige Regenfestigkeit
  • Farbgebung nach RAL
  • Geeignet für exponierte Standorte wie Küsten oder im Sprühnebelbereich von Straßen
  • Beim Einsatz von Stahlmasten muss die Abdichtung zudem in der Lage sein, die unterschiedlichen Ausdehnungskoeffizienten von Stahl und Beton aufzunehmen.